Steigerung der frühkindlichen Bildungsbeteiligung
Beim Projekt "Bildungshaus 3-10" lernen Kindergarten- und Schulkinder jahrgangsübergreifend unter einem Dach
Bei Kindergarten- und Grundschulkindern, die gemeinsam und jahrgangsübergreifend in Bildungshäusern lernen und spielen, zeigen sich bereits nach kurzer Zeit positive Effekte. So haben erste Ergebnisse der Evaluation ergeben, dass sich insbesondere das Sozialverhalten der beteiligten Schulkinder gegenüber Kindern aus Vergleichseinrichtungen verbessert hat, aber auch die schulischen Leistungen tendenziell über dem Durchschnitt liegen. Zudem zeichnet sich vor allem im schulischen Bereich des Bildungshauses eine Verbesserung der pädagogischen Qualität ab.
An 33 Modellstandorten in Baden-Württemberg wird mit der Einrichtung von Bildungshäusern eine neuartige Kooperation zwischen Elementar- und Primarbereich erprobt. In Zusammenarbeit von Grundschule und einem oder mehreren Kindergärten lernen und spielen im sogenannten "Bildungshaus 3-10" Kindergarten- und Schulkinder regelmäßig gemeinsam und jahrgangsübergreifend. Mit Erfolg: 2011 sollen weitere 160 Bildungshäuser hinzukommen.
Projektbegleitend wird zunächst bis August 2012 die Evaluation fortgeführt, um das Konzept "Bildungshaus 3-10" kontinuierlich wissenschaftlich zu überprüfen und zu bewerten. Zuständig hierfür ist eine Forschergruppe des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) der Universität Ulm. Die Forschergruppe unterstützt und begleitet außerdem die Pädagoginnen und Pädagogen beim Aufbau ihres jeweiligen Bildungshauses. Die wissenschaftliche Begleitung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) finanziert.



