CHANCEN FÜR FRAUEN

Während die Quote der erwerbstätigen Frauen mittlerweile bei über 60 Prozent liegt, sind Frauen in Führungspositionen in Privatwirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Zumindest in der Bildung gilt aber: Mädchen haben die "Nase vorn". Die Bildungsbeteiligung von jungen Frauen liegt inzwischen über der von jungen Männern. Noch sind jedoch Mädchen und junge Frauen in der beruflichen Bildung mit 41,5 Prozent (2006) und insbesondere in den zukunftsfähigen MINT-Berufen unterrepräsentiert.
Bildung

6. Chancen für Frauen verbessern

Mehr Frauen für MINT-Berufe, Mehr Professorinnen, Berufsrückkehrerinnen...

Mehr Frauen für MINT-Berufe

Fachkräfte mit Abschlüssen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - kurz MINT - haben vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und hervorragende Berufsaussichten. Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, deutlich mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Auf Initiative von Bundesbildungsministerin Annette Schavan wurde am 17. Juni 2008 in Berlin der nationale Pakt für mehr Frauen in MINT-Berufen geschlossen. Unter dem Motto "Komm, mach MINT!" will die Bundesregierung gemeinsam mit mehr als 40 Partnern aus Wirtschaft Wissenschaft und Politik das Engagement aller Beteiligter stärken und bündeln.

Mehr Professorinnen

Um die Unterrepräsentanz von Frauen bei den Professuren zu beseitigen, haben Bund und Länder ein "Professorinnenprogramm" gestartet. Vorgriffsprofessuren und reguläre Professuren, die mit Frauen besetzt werden, sollen durch eine Anschubfinanzierung gefördert werden. Voraussetzung hierfür ist ein von einem Gutachtergremium positiv bewertetes, an der Hochschule bereits verankertes Gleichstellungskonzept. Die große Zahl der in den kommenden Jahren neu zu besetzenden Professuren bietet zusätzliche Möglichkeiten, den Frauenanteil zu steigern. Für das Programm, das 2008 anläuft, stellt das BMBF jährlich 15 Mio. Euro zur Verfügung. Damit können bei entsprechender Kofinanzierung der Länder bis zu 200 Professorinnenstellen gefördert werden.

Berufsrückkehrerinnen

Das von der Bundesregierung geförderte Programm AQUA (Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt) der Otto Benecke Stiftung e. V. soll gezielt für Berufsrückkehrerinnen erweitert werden. Jede achte Wiedereinsteigerin hat einen Hochschulabschluss erworben, viele von ihnen wünschen sich, während der Elternzeit Fortbildungen besuchen zu können. Ein ESF-Programm des BMFSFJ zur Förderung von Berufsrückkehrerinnen unterstützt Frauen bei der Gestaltung von Übergängen im Lebenslauf.

Dieses Vorhaben wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischem Sozialfonds der Europäischen Union.

 

Logo des Europäischen Sozialfoonds für Deutschland
Logo der Europäischen Union

Publikationen

  • Aufstieg durch Bildung

    Titelbild der Publikation

    Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung

    2009, 32 Seiten
    Bestell-Nr.: 30348

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,12 MB] (URL: http://www.aufstieg-durch-bildung.info/pot/download.php/M%3A0+Aufstieg+durch+Bildung/~DOM;aHR0cDovL3d3dy5ibWJmLmRl/pub/qualifizierungsinitiative_breg.pdf)
    barrierefrei

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)