Bildungsabschlüsse sind elementare Grundlage für den weiteren beruflichen Weg. Im Jahr 2006 haben immer noch 7,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler, das sind rund 76.000 junge Menschen, die allgemein bildende Schule ohne Abschluss verlassen. Jeder von ihnen ist einer zu viel.

Ausbildungsbonus, Ausbildungsbaustein-Programm, Nutzung außer- und überbetrieblicher Ausbildungskapazitäten für Altbewerber, Programm "Perspektive Berufsabschluss ...
Trotz der erfreulichen Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt gelingt vielen jungen Menschen nicht der unmittelbare Einstieg in eine abschlussorientierte Berufsausbildung. Um die Einmündung in die berufliche Ausbildung und nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu erhöhen, ist die Förderung bisher ungenutzter Potenziale von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unerlässlich.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit JOBSTARTER CONNECT die Entwicklung und Erprobung von Lösungsansätzen für eine frühzeitige Integration junger Menschen in die duale Berufsbausbildung mittels bundeseinheitlicher Ausbildungsbausteine.
Dieses Vorhaben wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischem Sozialfonds der Europäischen Union.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert aus Bundesmitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen der ESF Förderperiode 2007 - 2013 das Berufsbildungsprogramm "Perspektive Berufsabschluss" mit den beiden Förderschwerpunkten "Regionales Übergangsmanagement" und "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung".
Ziel dieses Programms ist es, die Unterstützungsstrukturen für einen erfolgreichen Einstieg Jugendlicher und junger Erwachsener mit besonderem Förderbedarf (Benachteiligte) in Ausbildung und ihre dauerhafte Integration in das Beschäftigungssystem zu verbessern. Dazu tragen sowohl präventive Fördermaßnahmen zum Erreichen von Bildungs- und Berufsabschlüssen als auch reintegrative Maßnahmen zur nachträglichen Qualifizierung und zum Nachholen von Berufsabschlüssen bei. Besonderes Gewicht wird auf die Stärkung der betrieblichen Orientierung und die individuelle bedarfsgerechte Förderung sowie auf die Verbesserung der Aus- und Weiterbildungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelegt.
Die Förderinitiative "Regionales Übergangsmanagement" will den Aufbau eines regionalen Übergangsmanagements und die Umsetzung wirksamer Verfahren des Übergangsmanagements unterstützen und die in der Entwicklung und Erprobung von Übergangsmanagement gewonnenen Erfahrungen, Einsichten, Standards und Instrumente für eine Nachnutzung für Politik, Verwaltungen und Praxis bundesweit bereitstellen.
Die Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" will nachhaltig geeignete Rahmenbedingungen für Nachqualifizierung schaffen. Dazu werden im Zusammenwirken mit den regional tätigen Arbeitsmarktakteuren Konzepte für bedarfsgerechte Nachqualifizierung regional angepasst implementiert, bestehende Fördermöglichkeiten transparent gemacht und gebündelt.
Das BMBF greift mit diesem Programm die Empfehlungen des Innovationskreises Berufliche Bildung (IKBB) zur Optimierung des Übergangsmanagements Schule - Ausbildung und zur Nachqualifizierung junger Erwachsener auf und strebt mit dem Programm strukturelle Weiterentwicklungen und eine Verbesserung der beruflichen Integrationsförderung zur Schaffung von Ausbildungschancen für alle an.
Im Rahmen einer Ausschreibung wurden insgesamt 49 Vorhaben ausgewählt, die mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012 gefördert werden. Die Erfahrungen aus diesen Beispielvorhaben sollen ausgewertet und zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden.
Dieses Vorhaben wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischem Sozialfonds der Europäischen Union.
Rechtzeitig vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben der Deutsche Bundestag und der Bundesrat den Ausbildungsbonus für sogenannte Altbewerber verabschiedet. Arbeitgeber, die bis Ende 2010 förderungsbedürftige Jugendliche einstellen, die seit längerem vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen, erhalten von der Agentur für Arbeit einen einmaligen Bonus von 4.000, 5.000 oder 6.000 Euro.
Anträge auf den Ausbildungsbonus können ab sofort bei der zuständigen Arbeitsagentur gestellt werden. Wichtig ist dabei, dass der Antrag vor dem vereinbarten Beginn der Ausbildung gestellt wird. Der Bonus kann für Ausbildungsverträge gezahlt werden, die zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 31. Dezember 2010 beginnen. Die Auszahlung des Bonus erfolgt in zwei Schritten. 50 Prozent des Bonus erhält der Arbeitgeber nach Ablauf der Probezeit. Die andere Hälfte nach der Anmeldung des geförderten Auszubildenden zur Abschlussprüfung.
Der Ausbildungsbonus ist Teil des Konzepts "Jugend - Ausbildung und Arbeit" der Bundesregierung. Ein Ziel ist die Schaffung von 100.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen bis zum Jahre 2010. Der Ausbildungsbonus soll dazu beitragen, den hohen Bestand an Altbewerberinnen und -bewerbern in den kommenden drei Ausbildungsjahren abzubauen. Im letzten Berufsberatungsjahr hat sich mehr als die Hälfte der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber zum wiederholten Mal um einen Ausbildungsplatz beworben. Meist sind es leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler, die Probleme mit einem direkten Übergang in eine Berufsausbildung haben.
Ein weiterer Teil des Konzeptes ist die modellhafte Erprobung einer Berufseinstiegsbegleitung an 1.000 allgemein bildenden Schulen. Jugendliche, die besondere Unterstützung benötigen, werden von den Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleitern individuell betreut. Diese helfen bei der Vorbereitung des Schulabschlusses, bei der Berufsorientierung und -wahl sowie beim Übergang in eine Ausbildung.
Copyright: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung - 3. Ausgabe
2009, 28 Seiten
Bestell-Nr.: 30503
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Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung
2009, 32 Seiten
Bestell-Nr.: 30348
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