Am 5. November machte das Buch der Bildungsrepublik in der Moseleifel Station. Wittlich mit seinen knapp 18.000 Einwohnern ist nicht nur ein touristisch interessanter Ort, sondern auch wirtschaftlich eine der treibenden Kräfte in der Region. Hier liegt die Arbeitsplatzdichte bei knapp 860 je 1.000 Einwohner. Damit zählt Wittlich zur absoluten Spitzengruppe der rheinland-pfälzischen Städte. Doch nicht nur der Blick auf die Beschäftigungszahlen ist beeindruckend - auch in Sachen Bildung belegt die Kreisstadt einen ausgezeichneten Rang.
Die Stadtbücherei Wittlich hat dieses Jahr den zweiten Platz bei der Wahl zur "Bibliothek des Jahres" belegt. Dabei überzeugte sie die Jury durch ihre konzeptionell sehr gut erarbeitete und zukunftsorientierte Arbeit, die in vielen Bereichen kreative Lösungen erfolgreich umsetzt. Die vielfältigen Projekte der Bücherei werden von den Bürgerinnen und Bürgern intensiv genutzt - zum Beispiel das vielgliedrige System zur Sprach- und Leseförderung für Kinder und Jugendliche oder die Projekte und Aktionen zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Grund genug für uns, der zweitbesten Bibliothek Deutschlands einen Besuch abzustatten, denn schließlich waren wir ja auch schon bei der erstplatzierten in München zu Gast. Neben Elke Scheid, der Leiterin der Stadtbücherei, ließ es sich die Landrätin des Kreises Bernkastel-Wittlich, Beate Läscher-Weber, nicht nehmen, zwischen all den Büchern ihre persönliche Geschichte in das Buch der Bildungsrepublik einzutragen.


Foto: Henning Rohm
Doch in dem Haus wird nicht nur das Handwerk ausgebildet: Mit Bärbel Mörseburg erhalten zahlreiche Migrantinnen und Migranten eine echte Chance auf mehr gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland. Denn sie und ihre Kolleginnen der Target GmbH unterrichten junge Menschen aus verschiedenen Staaten in Deutsch - eine wichtige Voraussetzung für ein aktives Leben im Land. Tarek, Saideh und Georgette freuen sich über die Chancen, die ihnen Bärbel Mörseburg gibt. Sie haben sich stellvertretend für die anderen Kursteilnehmer ins Buch eingetragen.