Podcast über Zoran Glavas, Projektleiter der "Elbstation Akademie" in Hamburg
Zoran Glavaš, Diplom-Sozialpädagoge und Projektleiter im Gespräch mit der "Elbstation Akademie" der MPC Capital Stiftung
Hallo Zoran, wir wollen deine Geschichte hören! Erzähl mal, woher kommst du und wie lange bist du schon in Deutschland?
Ich bin Sozialpädagoge von Beruf. Ich komme aus Bosnien-Herzegowina und bin 1991 als Kriegsflüchtling nach Deutschland gekommen.
Was hast du dir dann gedacht, als du nach Deutschland kamst? Wie ist es dazu gekommen, dass du studierst?
Also es war überhaupt nicht einfach, als ich hierher nach Deutschland kam, weil ich die deutsche Sprache überhaupt nicht konnte. Ich konnte gerade einmal "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" sagen und das war es dann. Es war überhaupt nicht einfach für mich. Ich habe dann angefangen, irgendwie zu jobben, habe die verschiedensten Jobs gemacht - teilweise waren sie sehr schwer. So habe ich sechs Jahre lang gearbeitet und mir dann irgendwann die Frage gestellt: Möchte ich das wirklich mein ganzes Leben lang machen? Weil ich in meinem Heimatland auch ein sehr guter Schüler war und immer ganz dolle Noten hatte, wollte ich schon immer studieren. Nach sechs Jahren in Deutschland konnte ich die Sprache so gut, dass ich mich traute, ein Studium anzufangen. Und dann habe ich mich eingeschrieben an der FH hier in Hamburg. Für Sozialpädagogik habe ich einen Platz bekommen und ich war überglücklich. So bin ich zum Studium gekommen.
Warum hast du gerade Sozialpädagogik studiert?
Ja, das ist eigentlich das, was ich immer studieren wollte, besonders seitdem ich hier in Deutschland bin. Da mein Schwerpunkt während des Studiums Sozialarbeit mit Migranten und Flüchtlingen war und da ich selbst ein Migrant bin und auch ein Flüchtling war, wusste ich genau, was diese Menschen eigentlich brauchen und ich wollte eigentlich mit meiner Erfahrung und mit dem Wissen, was ich dann später im Studium erlerne, auch diesen Menschen helfen.
Bist du zufrieden mit dem, was du erreicht hast?
Ja, ich glaube schon, dass ich zufrieden sein kann, weil mir das, was ich mache, eigentlich sehr Spaß macht. Und wie gesagt, ich habe die Chance erkannt, zu studieren, und ich wusste genau, dass ich es immer machen wollte. Es macht mir viel Spaß und ich bin sehr zufrieden.
Was kannst du uns jungen Menschen empfehlen?
Was kann ich euch empfehlen? Ja, das ist nicht einfach zu sagen, aber wenn ich so überlege, ist es für junge Menschen heute wichtig, dass ihr immer an das glaubt, was ihr denkt. Es ist wichtig, dass ihr erkennt, dass ihr eine Chance habt. Dann soll man diese Chance auch nutzen, weil es nicht so viele Chancen im Leben gibt. Und ich habe meine Chance in der Bildung erkannt und durch die Bildung habe ich eigentlich das geschafft, was ich heute bin. Und es macht mir viel Spaß; ich kann für mich und meine Familie sorgen und ich bin total glücklich und das wünsche ich auch jungen Menschen, dass sie durch Bildung glücklich werden.
Vielen Dank für das Gespräch. Es war sehr nett und wir von der Elbstation wünschen dir noch viel Erfolg.
Danke schön und ich wünsche euch auch, nicht nur der Elbstation, sondern allen jungen Menschen viel Erfolg im Leben.
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