Peter Reichelt
Ausbilder bei Eurogate GmbH
Bremerhaven, 09.12.2008
Aufgewachsen als jüngstes Kind, hatte ich es zu Hause wesentlich leichter als meine beiden älteren Geschwister. Meine Mutter hat schon in meiner Schulzeit versucht, mir klar zu machen, dass ich nicht für sie lerne, sondern für mich und mein späteres Leben. Was ich lange nicht glauben wollte.
Bei meinen Geschwistern habe ich es hautnah mitbekommen, wie wichtig ein vernünftiger Schulabschluss ist, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten. In der zehnten Klasse war mir klar, dass ich nach der Schule etwas Handwerkliches machen möchte und bewarb mich als Metallbauer in einem kleinen Handwerksbetrieb.
Nach dem Vorstellungsgespräch mit der Zusage zur Ausbildung, fing für mich die interessanteste Zeit meiner Jugend an. Durch die gute Ausbildung in meinem Ausbildungsbetrieb habe ich Spaß am Arbeiten und der Ausbildung gefunden.
Nach Abschluss der Ausbildung und sieben Jahren Berufstätigkeit befand ich mich in einer beruflichen Sackgasse, da der Betrieb mir keine Aufstiegsmöglichkeiten und somit auch keine Chancen auf eine persönliche Weiterentwicklung geben konnte. Also entschloss ich mich, noch einmal durchzustarten und einen Neuanfang in einem Betrieb zu wagen, der mir Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten geben konnte.
Schon als Kind war ich fasziniert vom Hafen und wollte den Kindheitstraum, dort einmal zu arbeiten, wahr werden lassen. So bewarb ich mich bei einem dort ansässigen Logistikunternehmen und wurde prompt genommen.
In meiner neuen Firma habe ich gleich eine Ausbildung zum Großgerätefahrer gemacht und durfte Van-Carrier und Reachstacker fahren. Eben jene Geräte, denen ich früher im Hafen immer nachgeschaut habe. Nach zwei Jahren als Großgerätefahrer habe ich mich auf eine interne Ausschreibung beworben, in der zukünftige Teammeister gesucht wurden.
Nach einem Auswahlverfahren bekam ich die Zusage zur Weiterbildung zum Teammeister für Fachkräfte für Lagerlogistik. Danach führte ich acht Jahre ein Team, welches aus gewerblichen und kaufmännischen Kollegen bestand und es machte mir großen Spaß, mit ihnen die Teamarbeit einzuführen.
Nach sieben Jahren Beschäftigung in dem Logistik-Unternehmen wollte ich mich noch einmal beruflich verändern und bewarb mich auf eine Stellenausschreibung meines heutigen Betriebes. Nach einem erneuten Auswahlverfahren wurde ich als Teammeister eingestellt und erhielt nach einer Übergabe erneut ein Team, welches aus gewerblichen Kollegen und Auszubildenden für Fachkräfte für Lagerlogistik bestand.
Nach zwei Jahren Beschäftigung im Unternehmen bewarb ich mich wieder auf eine interne Ausschreibung zum Ausbildungsmeister Fachkräfte für Lagerlogistik und erhielt eine Zusage. Bei der IHK habe ich in der Abendschule den Ausbilderschein gemacht und bin nun für dreizehn Auszubildende verantwortlich.
Heute übe ich eine sehr spannende Tätigkeit aus, in der ich innerhalb kürzester Zeit sehr viel gelernt (Mitarbeiterführung, Audits, Personalauswahl/Einstellungsgespräche,Teamarbeit etc.) habe und der ich Chancen zur persönlichen Weiterbildung (Seminare, Einzeltrainings, Coaching) nutzen konnte. In meiner jetzigen Tätigkeit fühle ich mich sehr wohl und es macht mir unendlich viel Spaß mit den jungen Menschen zu arbeiten und sie auf den richtigen Weg zu führen.
Mein Fazit: Man kann alles schaffen, wenn man es nur wirklich will!
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