"Lernen vor Ort" im Landkreis Görlitz
Bundesweites Programm verbessert kommunales Bildungsmanagement
Das Programm "Lernen vor Ort" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert 40 Modellregionen in ganz Deutschland, in denen für die Bürgerinnen und Bürger effektive Bildungskonzepte entwickelt werden. Eine davon ist der Landkreis Görlitz.
Energiewirtschaft war und ist der Motor für die Entwicklung im Landkreis Görlitz. Die Energiewirtschaft bietet viele berufliche Perspektiven. Sie reichen von der Ausbildung über das Studium bis hin zu Beruf und Weiterbildung. Energieunternehmen, Kraftwerke und die aus der Energie-Hochschule Zittau hervorgegangene Hochschule Zittau/Görlitz sind wichtige Arbeitgeber. Damit der Landkreis Görlitz sich weiterhin zu einer innovativen Energieregion entwickeln kann, braucht er gut ausgebildete Menschen.
Mit dem Modellvorhaben des Landkreises Görlitz "Zukunft durch Bildung. Mit Energie und ohne Grenzen" sollen gemeinsam neue Ideen für die "Energiebildung" auf den Weg gebracht werden. Ziel ist es, die Bildungsbedingungen in diesem Bereich für die Bürgerinnen und Bürger zu optimieren.
"Lernen vor Ort" ist ein zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative des BMBF. Gegenstand des Programms ist die Entwicklung und Umsetzung von ganzheitlichen Konzepten zum Lernen im Lebenslauf, bei denen alle Lernphasen der Bildungsbiografie Berücksichtigung finden. Im Zentrum steht die Entwicklung eines datengestützten Bildungsmanagements, das alle Akteure im Bildungswesen auf kommunaler Ebene einbezieht und damit Strukturen schafft, die stimmige Bildungsverläufe für alle Bürgerinnen und Bürger ermöglichen. Insgesamt 120 Stiftungen tragen das Programm mit und begleiten die Umsetzung in den ausgewählten Kommunen. Für das Programm "Lernen vor Ort" stellen das BMBF und der Europäische Sozialfonds bis 2012 insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung.
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Kommentare zur Bildungsnachricht
von Wendl | 05.12.2010
Bildungsmangement ist m.E. nur bedingt geeignet, die Ausbildungssituation von Jugendlichen zu verbessern. Es zielt nicht auf konkrete Maßnahmen ab, sondern dient u. a. in erster Linie dazu die Bildungs- und Beratungsangebote im Bereich Übergang Schule und Beruf (auch der anderen Übergänge) zu analysieren und bestenfalls abzustimmen. Eine konkrete Verbesserung der Situation von Jugendlichen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten bzw. ein erhöhtes und verbessertes Ausbildungsplatzangebot, ergibt sich daher nur bedingt. Lernen vor Ort ist ein ein so genanntes Strukturprogramm mit erheblichem bürokratischem Aufwand, das aber nicht an der Basis der Bürgerinnen und Bürger arbeitet. Der Erfolg von Lernen vor Ort wird davon abhängen, ob es den Modellregionen gelingt (trotz des offenen und z.T. unklar fomulierten Handlungsauftrags), konkrete Handlungsmaßmahmen vor Ort zu entwickeln, damit die Bürgerinnen und Bürger ihre Bildungsbeteiligung erhöhen, die Bildung leichter zugänglich wird und die Beschäftigungsfähigkeit tatsächlich gestärkt wird.



