Aufbruch statt Abbruch


Deutsche Hochschulen beugen erfolgreich dem Studienabbruch vor.

Symbolbild Aufbruch statt Abbruch mit Ansturm auf die Zielgerade

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Aufbruch statt Abbruch

Mit innovativen Schnupperangeboten gegen Studienabbrüche

Deutsche Hochschulen beugen erfolgreich dem Studienabbruch vor. Mit forschungsnahen Praktika, aufschlussreichen Online-Tests und engagierten Mentoren senken sie die Abbrecherquote. Der Bund flankiert die Projekte mit attraktiven Bildungskrediten und einer Qualitätsoffensive für die Lehre.

Viele andere Hochschulen bieten ähnlich innovative Schnupperangebote an, um die Quote der Studienabbrecher weiter zu senken und die Zahl an qualifizierten Nachwuchskräften deutlich zu steigern. Rund 55.000 Studenten verlassen jährlich die Uni ohne Abschluss, insbesondere die Erstsemester in den MINT-Fächern. Meist haben sie das Profil und die Anforderungen ihres Studienfachs anders eingeschätzt. Wer also seine Zukunft als Bauingenieur oder Softwarespezialist sieht, kann jetzt schon online prüfen, wie er mental und fachlich auf das kommende Studium an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg vorbereitet ist. An der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München begleiten den Studienneuling schließlich engagierte Mentoren durch die anspruchsvollen Seminare und Prüfungen.

Infografik: Gründe für den Studienabbruch

Auch Studienfinanzierung und Studienbedingungen müssen stimmen, soll der akademische Ausbildungsweg erfolgreich beschritten werden. Bund und Länder flankieren das universitäre Engagement dieses Jahr bereits mit einer Erhöhung des BAföG und weiteren zinsgünstigen Bildungskrediten. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte und gemeinsam mit den Ländern vereinbarte "Qualitätspakt Lehre" sieht für die deutschen Hochschulen bis 2020 rund zwei Milliarden Euro vor. Modernere Ausstattung und zusätzliches Personal helfen, das Lernklima zu verbessern und die Studenten zu motivieren. Ein klares Signal für den Aufbruch und gegen den Abbruch.

Experimentieren im Forschungslabor. Für viele ein Jugendtraum. Ob er wahr werden kann, sollen angehende Chemiestudenten an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität frühzeitig testen. In einem Vorabpraktikum können "alle zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber herausfinden, ob das Wechselspiel aus Theorie und Praxis ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht", betont Peter Klüfers, Professor für Bioanorganische Chemie und einer der Koordinatoren des Modellprojekts "Wege zu mehr MINT-Absolventen". Seit dem Start der Initiative im Sommersemester 2008 reduzierte sich die Zahl der Studienabbrecher unter den Erstsemestern in den Fächern Chemie und Biochemie um die Hälfte auf weniger als 10 Prozent.

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