Berufliche Ausbildung
Bessere Ausbildungschancen für Jugendliche zu schaffen, gehört zu den zentralen Anliegen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Informieren Sie sich hier über erfolgreiche Programme und Initiativen im Bereich Berufliche Ausbildung.
"Potenziale finden und fördern"
Talente schlummern in jedem Schüler. Sie bei Jugendlichen mit schulischen Problemen zu wecken und zu fördern, ist Ziel der BMBF-Initiative "Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss". 1.000 Berufseinstiegsbegleiter weisen in den nächsten Jahren bis zu 30.000 Jugendlichen den Weg zum Schulabschluss und ins Berufsleben. Mats Landgren, zuständig für die Berufseinstiegsbegleitung beim Bildungsmarkt e. V. in Berlin, erklärt, wie er erfolgreich beschritten wird.
Exportschlager Bildung
"Made in Germany" bürgt weltweit für beste Qualität. Verstärkt auch in punkto Bildung. Das duale System der beruflichen Ausbildung ist im Ausland besonders gefragt. Egal ob in Asien, Südamerika oder Osteuropa, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Initiative "iMOVE" ebnet deutschen Bildungsanbietern den Weg zu internationalen Märkten. Das Chien-Shiung College in China etwa bildet mit deutschem Know-how bereits erfolgreich Mechatroniker und Werkzeugmacher aus.
"Ich habe noch die Kurve gekriegt"
Lehrling mit Kind? Aber klar doch. Mit einer Teilzeitausbildung ist es möglich, dass junge Eltern ihren Berufsabschluss machen. Dabei kann die tägliche oder wöchentliche betriebliche Ausbildungszeit gekürzt werden. Eine solche Kürzung führt grundsätzlich nicht zu einer Verlängerung der Gesamtausbildungsdauer. Durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte JOBSTARTER-Programm konnten bislang mehr als 255 Teilzeitausbildungsplätze akquiriert werden. Die 25-Jährige Diana Wloka aus Hagen, Mutter eines zweieinhalbjährigen Sohnes, hat einen davon bekommen. Sie wurde dabei von der "Beratungsstelle Teilzeitausbildung" in Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Internationale Berufskompetenz mit Leonardo da Vinci
Immer mehr Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern die Chance, internationale Erfahrung zu sammeln. Denn von im Ausland erworbenen Schüsselqualifikationen wie interkultureller Kompetenz, Einblicken in fremde Märkte und Fremdsprachenkenntnissen profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Betriebe.
"Auslandspraktika für alle!"
Frankreich lädt nicht nur zu gutem Essen und Trinken ein. Dank des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten "Deutsch-französischen Austauschprogramms für berufliche Bildung" können seit 30 Jahren Auszubildende auch die Arbeitswelt unseres Nachbarlandes kennen und schätzen lernen. Mittlerweile haben über 40.000 Berufsstarter in Frankreich soziale und berufliche Erfahrungen sammeln und ihrer Karriere in der Heimat, in Europa und weltweit einen Schub geben können. So hat es auch der gelernte Speditionskaufmann und diplomierte Betriebswirt Hagen Fries erlebt. Er erinnert sich gerne an seine Zeit bei der Seefrachtspedition UNISEAS in Le Havre zurück und wünscht sich Auslandspraktika als Pflichtprogramm für alle Auszubildenden an den Berufsschulen.
Vom Unternehmer zum Ausbilder mit KAUSA
Mit dem Projekt KAUSA wurden über die letzten drei Jahre 2.547 zusätzliche Ausbildungsplätze in Betrieben von Unternehmern mit Migrationshintergrund geschaffen. Dabei handelt es sich um Betriebe, die bislang keine Ausbildungsplätze angeboten hatten.
"Wir brauchen keine Knöpfledrücker, sondern Mitarbeiter, die mitdenken können"
"3, 2, 1...meins" – das gilt nicht nur für Schnäppchen, sondern auch für den Berufsabschluss: Initiative ergreifen, Nachqualifizieren, Abschluss erhalten - drei ungelernte Mitarbeiter beim Bamberger Betrieb Metallform Glaser GmbH haben es geschafft und besitzen seit Mai einen Abschluss. Der Geschäftsführer Gustav Naujoks über seine positiven Erfahrungen mit der Nachqualifizierung ungelernter Kräfte.
Mehr Platz für Zukunft!
Egal ob Einzelhandelskauffrau, Lagerist oder Malerin. Das Programm JOBSTARTER CONNECT des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat Schulabgängern mit Startschwierigkeiten zahlreiche Ausbildungsberufe zu bieten. Bundesweit einheitliche Ausbildungsbausteine ebnen ihnen den Weg zu attraktiven Lehrstellen und in den Beruf. Wie gut sich darauf aufbauen lässt, beweist das Projekt "Erfolg durch Ausbildungsbausteine" des Ausbildungsverbundes Neumünster.
Reif für die Ausbildung
Anwärter auf einen Ausbildungsplatz dürfen sich freuen. Und zwar immer mehr. Der im Oktober zwischen Politik und Wirtschaft erneuerte "Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs" ebnet verstärkt benachteiligten Jugendlichen einen sicheren Weg in und durch die Ausbildung.

