Bessere Bildung bauen
Das Konjunkturprogramm II kurbelt die Bildung an
Neben der Wirtschaft feiert auch die Bildung Konjunktur. Die Modernisierung von Hochschulen, Schulen und Kindertagesstätten wird dank der Bundeszuschüsse in Höhe von 6,5 Milliarden Euro zügig umgesetzt. Mit den von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Geldern werden Grundsteine für neue Lehrgebäude und damit für erfolgreiches Lernen gelegt. Die Johann-Peter-Hebel-Grundschule in Berlin-Wilmersdorf baut darauf.
Vom Schrauben, Sägen und Schleifen ist kaum mehr etwas zu hören. Die Handwerker geben dem Anbau der Berliner Johann-Peter-Hebel-Grundschule noch den letzten Schliff und dann können die Schüler kommen. Und zwar in acht geräumige und taghelle Klassenräume mit kindgerechten Tischen, Stühlen und Regalen. Bis zu 200 Kinder der Schulanfangsphase finden hier im Januar 2010 eine ebenso angenehme wie anregende Lernlandschaft vor. "In diesen Räumen entstehen Lerninseln, Leseecken und Morgenkreise, wo die Schüler kreativ und erfolgreich lernen können", skizziert Schulleiter Thomas Osteroth die Pläne beim Rundgang durch den fünfgeschossigen Bau, der neben einer lichtdurchfluteten Mensa auch reichlich Platz für die Kinder in der Nachmittagsbetreuung bereithält.
"Mit dieser Maßnahme machen wir einen gehörigen Sprung nach vorn", lobt Osteroth die großzügige Unterstützung durch das Konjunkturprogramm II. Bis 2011 fließen vonseiten des Bundes 153 Millionen Euro in die Modernisierung der allgemeinbildenden Schulen des Landes Berlin. Die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf stark nachgefragte Grundschule war mit einem Bundeszuschuss von drei Millionen Euro dabei und kann dank der neuen Räumlichkeiten zukünftig mehr Schüler in mehr modernen Schulräumen aufnehmen.
Nach der Einweihung des Neubaus wird sich die Lehr- und Lernsituation in vielerlei Hinsicht verbessern. "Unsere Schule ist aus allen Nähten geplatzt, sodass der Freizeitbereich für die ergänzende Betreuung in einem weiter entfernten Gebäude untergebracht werden musste", erklärt Osteroth. Zufrieden blickt er deshalb in die nahe Zukunft. "Endlich können alle Schüler an einem Ort unterrichtet und betreut werden. Sie kommen ausgeruht und pünktlich zur nächsten Stunde, essen gemeinsam in der erweiterten Mensa und können verstärkt Zusatzangebote wie den Computerkurs besuchen. Das war manchen Kindern wegen des Pendelns zwischen den beiden Standorten vorher nicht möglich."
Neben den Schülern profitieren aber auch die Lehrkräfte vom neu gewonnenen Raumangebot. "Die Erzieherinnen und Lehrerinnen arbeiten zukünftig in einem Haus zusammen und können die Unterrichtsangebote am Vormittag sowie die Betreuungsangebote am Nachmittag direkt miteinander abstimmen und noch effizienter gestalten", freut sich der Grundschulleiter. "Die neue Qualität des Anbaus erhöht auch die Qualität der Lernangebote", ist er sich sicher. Er und seine Schule bauen darauf. Und zwar auf einem finanziell abgesicherten Fundament.




