Bildungshungrige Globetrotter
Auslands-BAföG macht Bildung mobil
Mobilität zahlt sich für alle aus. Auch für Schüler und Studenten. Das Auslands-BAföG unterstützt junge Menschen mit kleinem Geldbeutel durch zinslose Zuschüsse und Darlehen. Lernen außerhalb Deutschlands ist damit für jede und jeden möglich. Mithilfe des Auslands-BAföGs haben sich 2009 allein mehr als 26.000 Studenten für ein Auslandsstudium in der EU oder der Schweiz entschieden - ein Anstieg von 65 Prozent in nur zwei Jahren. Wer es wie und wo bekommen kann, erfährt man hier kurz und knapp:
Berechtigte und Begünstigte
Man muss kein Krösus sein, um in Spanien, den USA oder anderswo studieren und lernen zu können. Schüler und Studenten, die in Deutschland BAföG-berechtigt sind, können es auch für Ausbildungsaufenthalte in Europa und dem Rest der Welt beantragen. Chancen haben aber auch all jene, die zu Hause bislang keinen Anspruch auf BAföG hatten. Der höhere Finanzbedarf im Ausland erweitert nämlich den Kreis der Berechtigten.
Ganz und geteilt
Anzahl der geförderten Schüler und Studenten (EU und Schweiz)
Ob man sich nur für begrenzte Zeit internationale Kompetenz während der Ausbildung hinzuerwerben oder aber doch die Ausbildung komplett in einem oder mehreren anderen Ländern absolvieren möchte, das Auslands-BAföG macht grundsätzlich beides möglich. Komplettausbildungen können dabei innerhalb der EU oder in der Schweiz gefördert werden. Wen ein Ausbildungsaufenthalt in anderen Kontinenten reizt, der erhält in der Regel für ein Jahr - in besonders förderungswürdigen Fällen bis zu fünf Semester finanziellen Rückhalt. Aber auch für Praktika von ein paar Monaten oder ein Auslandsschuljahr in der 10. oder 11. Klasse hilft das BAföG.
Finanzstark und flexibel
Andere Länder, andere Kosten. Wer über den Tellerrand Europas hinausblicken möchte, bezieht je nach Gastland zusätzlich zu dem auch fürs Inland geltenden BAföG-Satz einen Zuschlag für die Lebenshaltungskosten vor Ort. Zuschläge für alle gibt es bei Reisekosten (pauschal 500 Euro für die Hin- und Rückreise innerhalb Europas, 1.000 Euro außerhalb), etwaigen Studiengebühren im Ausland und bei Extra-Aufwendungen für eine Auslandskrankenversicherung. Studenten, die nach einem maximal einjährigen Auslandsaufenthalt zum Studium nach Deutschland zurückkehren, müssen nicht befürchten, dass ihnen diese Ausbildungszeit von der Förderungshöchstdauer abgezogen wird. Sie bekommen dieses eine BAföG-Jahr quasi "geschenkt". Zusätzlich erhalten sie zum finanziell abgesicherten Abstecher ins Ausland ihre regulären Förderbeträge im Heimatland für die komplette Regelstudienzeit weiter.
Je früher, desto besser
Man sollte sich hierzulande frühzeitig um das Auslands-BAföG kümmern, um in der Ferne die Fördergelder sogleich nutzen zu können. Mindestens sechs Monate vor Beginn des Auslandsstudiums sollten Formulare und Bescheinigungen bei einem der je nach Zielland zentral für BAföG-Empfänger aus ganz Deutschland zuständigen Auslandsämter für die Ausbildungsförderung eingegangen sein. Ein Blick auf die Weltkarte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie ein Klick auf das Wunschland genügen und man erhält die Adresse des Amtes, das die Formulare für diesen Staat bereithält und bearbeitet. Die Ferne liegt dann ganz nah und dem bildungshungrigen Globetrotter stehen fortan alle Wege offen.




