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Nationaler Pakt sorgt für Frauenpower im MINT-Bereich

Eine Frau mit Modellen von Windrädern; Bildrechte: Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen

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Nationaler Pakt sorgt für Frauenpower im MINT-Bereich

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – MINT. Reine Männersache? Von wegen. Frauen beweisen das Gegenteil. Der "Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen" hat es sich zum Ziel gesetzt, für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge und Berufe zu begeistern. Initiatorin und Förderin des Nationalen Paktes ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan. Seit 2008 haben mehr als 700 MINT-Initiativen über 90.000 Mädchen und junge Frauen erreicht.

"Das kann die Lise nicht, das steht nicht im Physikbüchl", spotteten die Schwestern der Atomphysikerin und Nobelpreisaspirantin Lise Meitner noch um 1900. Gut hundert Jahre später witzelt niemand mehr, wenn immer mehr Frauen selbstbewusst und erfolgreich den Weg in naturwissenschaftliche und technische Berufe gehen. Und diese Wege sind vielfältig und bunt gefächert, wie sieben BMBF-geförderte Projekte beispielhaft zeigen.

"Die Bandbreite der Initiativen unserer Paktpartner reicht von Schnupperangeboten in Laboratorien, Hörsälen und Unternehmen bis hin zum Aufbau sozialer und beruflicher Netzwerke. Schülerinnen wie Studentinnen erhalten so frühzeitig Einblicke in die unterschiedlichsten Karrierewege und Berufsfelder", erklärt Susanne Witteriede, Projektleiterin des "Nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen" am Bielefelder Kompetenzzentrum. In der Praxis heißt das forschen, experimentieren und tüfteln wie etwa bei dem Projekt tasteMINT. Drei Tage lang können Abiturientinnen an einer Hochschule ihr Talent in den MINT-Fächern praktisch wie theoretisch erproben und beurteilen lassen. Auch die Fraunhofer Talent School und Junior-Ingenieur-Akademie begeistern Mädchen für MINT-Themen. Schülerinnen der Mittelstufe lernen an der Junior-Ingenieur-Akademie in Wahlpflichtfächern die Praxis technischer Berufe kennen. Besonders begabte Absolventinnen der Akademie können darüber hinaus an der Fraunhofer Talent School sogar anwendungsorientiert forschen. Nah dran am Hightechbereich sind die Mädchen im Projekt Light up your life. In Workshops erfahren sie, wie sich Licht für das alltägliche Leben mittels zukunftsweisender Techniken (Photonik) effizient nutzen lässt.

Interesse und Know-how entfaltet sich auch durch kreative Kommunikation. Deshalb setzen Projekte wie CyberMentor auf intensiven Austausch zwischen berufserfahrenen Frauen aus der MINT-Praxis und interessierten Schülerinnen per Internet-Chat. Die Mädchen erhalten von geschulten E-Mentorinnen individuelle Antworten auf ihre berufspezifischen Fragen. Im besten Fall animiert sie das Vorbild zur Nachahmung. Diesem Ziel fühlen sich auch die Initiatoren der Aktion MINT Role Models verpflichtet, die auf Veranstaltungen, in Schülerzeitungen, Fernsehspots und Internetforen beispielhafte Berufsbiografien präsentieren. Direkten Kontakt pflegen Hochschülerinnen und Berufsanfängerinnen mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft im Projekt MINT-Studentinnen. Gemeinsam formulieren sie Leitfäden für Unternehmen zur zielführenden Ansprache und Rekrutierung von Uni-Absolventinnen. An "Runden Tischen" und auf Mädchen-Technik-Kongressen beraten und bündeln Mädchen und junge Frauen der Initiative mst|femNet meets Nano and Optics ihre Aktivitäten im MINT-Bereich. Ziel ist es, den weiblichen MINT-Nachwuchs zu motivieren und bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven zu unterstützen. Und wer weiß, vielleicht wird eine von ihnen einmal den Nobelpreis holen.

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