Internationale Berufskompetenz mit Leonardo da Vinci

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Internationale Berufskompetenz mit Leonardo da Vinci

EU-Bildungsprogramm fördert berufliche Auslandsaufenthalte

Immer mehr Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern die Chance, internationale Erfahrung zu sammeln. Denn von im Ausland erworbenen Schüsselqualifikationen wie interkultureller Kompetenz, Einblicken in fremde Märkte und Fremdsprachenkenntnissen profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Betriebe.

Unterstützung bei Organisation und Finanzierung der beruflichen Auslandsaufenthalte erhalten Mitarbeiter und Unternehmen seit mehr als 15 Jahren über das EU-Bildungsprogramm "Leonardo da Vinci". Neben den Projektlinien "Partnerschaft" und "Innovationstransferprojekte", die die länderübergreifende Kooperation von Bildungseinrichtungen und den Austausch von erfolgreichen Bildungskonzepten fördern, liegt der Fokus von "Leonardo da Vinci" auf Mobilitätsprojekten für Auszubildende. Allein in Deutschland absolvieren so inzwischen jährlich mehr als 14.000 Auszubildende einen Teil ihrer Berufsausbildung im europäischen Ausland.

Die geförderten Projekte werden dabei von Unternehmen oder Einrichtungen wie Kammern oder Berufsschulen ins Leben gerufen. Den finanziellen Zuschuss für Reise, Unterkunft und Vorbereitung von oftmals mehreren Tausend Euro erhalten die Auszubildenden direkt von den Projektträgern. Kleine und mittelständische Unternehmen können auch über ein vereinfachtes Verfahren bis zu drei Auszubildenden eine Auslandsqualifizierung ermöglichen. Darüber hinaus können sich Interessierte für offene Mobilitätsprojekte, sogenannte "Pool-Projekte" bewerben, wenn ihr Betrieb kein eigenes "Leonardo da Vinci"-Projekt anbieten kann. Insgesamt profitierten so bisher mehr als 100.000 Menschen in ganz Deutschland von "Leonardo da Vinci".

Insbesondere bei Unternehmen liegt das EU-Bildungsprogramm weiter im Trend: Immer mehr Betriebe unterstützen die Vorhaben ihrer Mitarbeiter, sich im Ausland weiterzuqualifizieren, und steigern dadurch nachhaltig ihre Attraktivität als Arbeitgeber, berichtet die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, die "Leonardo da Vinci" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) betreut.

Um noch mehr Auszubildenden wertvolle Auslandserfahrungen zu ermöglichen, förderte das BMBF allein im Jahr 2010 deutsche "Leonardo da Vinci"-Bewerber mit zusätzlich drei Millionen Euro. Dadurch wurde mehr als 2.000 weiteren Auszubildenden ein beruflicher Auslandsaufenthalt ermöglicht. Neben der Mobilität von Auszubildenden wurden 2010 auch Auslandsaufenthalte von rund 1.200 Ausbildern und 1.600 Arbeitnehmern gefördert.

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