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JOBSTARTER CONNECT ebnet Schulabgängern den Einstieg in die Ausbildung
Egal ob Einzelhandelskauffrau, Lagerist oder Malerin. Das Programm JOBSTARTER CONNECT des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat Schulabgängern mit Startschwierigkeiten zahlreiche Ausbildungsberufe zu bieten. Bundesweit einheitliche Ausbildungsbausteine ebnen ihnen den Weg zu attraktiven Lehrstellen und in den Beruf. Wie gut sich darauf aufbauen lässt, beweist das Projekt "Erfolg durch Ausbildungsbausteine" des Ausbildungsverbundes Neumünster.
"Könnten Sie mir vom Steak den Fettrand abschneiden?", bittet die Kundin die junge Verkäuferin hinter der appetitlich angerichteten Feinkosttheke von Meyer's Lebensmittel in Neumünster. Die Auszubildende Danika Hoop erfüllt den Wunsch gern, gibt aber zu bedenken, dass ein Rumpsteak erst durch das Fett sein volles Aroma entfaltet. "Wenn Sie den Rand nach dem Braten abschneiden, behält es seinen Geschmack und bleibt saftig", antwortet die 20-Jährige fachkundig. Die Kundin ist zufrieden und der angehenden Fleischfachverkäuferin ist die Freude am Bedienen und Beraten deutlich anzumerken. Auch Geschäftsinhaber Peter Mintscheff freut sich und zwar über seine Mitarbeiterin: "Eine so gut vorbereitete und freundliche Auszubildende passt optimal in unser Verkaufsteam."
Dass Danika Hoop trotz der gut einjährigen Beschäftigungslücke zwischen Realschulabschluss und Ausbildungsbeginn von Meyer's als Azubi in das zweite Lehrjahr übernommen wurde, verdankt sie neben eigenem Engagement der Initiative des Ausbildungsverbundes Neumünster (AVN). Seit dem Sommer 2009 begleitet der Verbund mit dem Projekt "Erfolg durch Ausbildungsbausteine" junge Menschen, die nach der Schule den Anschluss an den Ausbildungsmarkt verpasst haben. Mit großem Erfolg, wie Mitinitiator Thomas Börner berichtet. "Von bisher 30 Bewerberinnen und Bewerbern konnten wir fast alle in den Betrieben unterbringen. Vor allem in Bereichen, wo zukünftiger Fachkräftebedarf entsteht, etwa in der Logistik und im Lebensmittelhandel." Erreicht haben er und seine zwei Mitarbeiterinnen dieses Ziel mit der Qualifizierung über die standardisierten und kompetenzorientierten Ausbildungsbausteine für vierzehn Lehrberufe.
Die Ausbildungsbausteine sind so "behauen", dass sie jeweils einen exakt abgegrenzten Ausbildungsabschnitt markieren, in der Summe das gesamte Berufsbild abdecken und vollständig für den Job qualifizieren. "Ziel ist es, die von uns betreuten und qualifizierten Azubis in ein reguläres Ausbildungsverhältnis zu bringen, das dann auf die Ausbildungsbausteine aufbauen kann." Das funktioniert gut, weil Betriebe und Ausbildungsbetreuer den Einsatz der Bausteine gemeinsam planen. "Nach diesem Qualifizierungsplan entsteht ein klar strukturiertes Ausbildungsprofil, das Orientierung und Qualität sichert", berichtet Börner. "Mittlerweile ist das Programm unter allen Beteiligten zu einer Art Markenzeichen geworden, die JOBSTARTER-Azubis genießen einen guten Ruf bei den Unternehmen und in der Berufsschule", sagt er stolz und bringt das erfolgreiche Projekt auf den Punkt: "Wenn die Statik der Bausteine und die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmt, dann klappt's auch mit der Ausbildung für die Spätstarter. Die lose Warteschleife wird zur festen Bildungskette!"




