Reif für die Ausbildung
Nationaler Pakt erschließt Jugendlichen neue Wege
Anwärter auf einen Ausbildungsplatz dürfen sich freuen. Und zwar immer mehr. Der im Oktober zwischen Politik und Wirtschaft erneuerte "Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs" ebnet verstärkt benachteiligten Jugendlichen einen sicheren Weg in und durch die Ausbildung.
Mehr Stellen als Bewerber. So günstig sieht es derzeit auf dem Lehrstellenmarkt für Jugendliche aus, die dank ihrer schulischen Leistungen gut auf die Ausbildung vorbereitet sind. Politik und Wirtschaft möchten jedoch die Potenziale aller Jugendlichen erschließen und auf dem Arbeitsmarkt eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage schaffen. Nach den bisherigen Erfolgen beim Ausbau der Ausbildungsplätze und -anbieter setzen die Partner im "Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs" bis 2014 deshalb verstärkt auf die Betreuung, Anleitung und Ausbildung benachteiligter Bewerber.
Mit vereinten Kräften werden Jugendliche mit Migrationshintergrund und Schulabgänger, die schon länger auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, gefördert. Aber auch Bewerber mit Lernschwächen oder aus einem schwierigen sozialen Umfeld erhalten dank neuer und optimierter Initiativen bessere Ausbildungschancen. Als zentraler Paktpartner leistet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hierzu wegweisende Beiträge. "Abschluss und Anschluss" lautet die Initiative, mit der zukünftig bundesweit 30.000 förderungsbedürftige Schülerinnen und Schüler betreut werden. Tausend Berufseinstiegsbegleiter geben ihnen dabei klare Orientierung und erste Einblicke in zahlreiche Ausbildungsbereiche. Haben sie ihren Wunschberuf erfolgreich gefunden, weisen ihnen wiederum tausend ehrenamtliche Seniorberater den sicheren Weg vom Azubi zur Fachkraft.
"Im Interesse der Jugendlichen und der Betriebe"
Speziell ausländische Jugendliche hat die BMBF-Kampagne "Migranten und Ausbildung" im Visier. Die bereits erfolgreich gestarteten KAUSA-Aktivitäten im Rahmen des JOBSTARTER-Programms werden gezielt erweitert, um mehr Migrationskinder für eine fachlich qualifizierte Ausbildung zu gewinnen und fit zu machen. Ergänzt werden die Angebote des BMBF von der Wirtschaft, die durch 10.000 Einstiegsqualifizierungen förderungsbedürftigen Jugendlichen (EQ Plus) den Einstieg in die Ausbildung erleichtern wird. "Alle Maßnahmen im Pakt sind im Interesse der Jugendlichen und der Betriebe, die über Ausbildung ihren Fachkräftenachwuchs sichern", bekräftigt Prof. Hans Heinrich Driftmann als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Sind die gemeinsam gesteckten Ziele in vier Jahren erreicht, dann sind immer mehr Jugendliche in Ausbildung.
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Kommentare zur Bildungsnachricht
von Suchomel.Natalie | 07.01.2011
Ich heiße Natalie Suchomel und bin seit 3 Jahren auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Jch habe bereits Erfahrung im Verkauf ( Blumen, Nahrung, Drogeriemarkt). Da ich viel Erfahrung im Verkauf habe, möchte ich gerne als Verkäuferin oder als Floristin arbeiten. Ich hoffe, auf diese Weise einen Ausbildungsplatz zu finden.
Anm. d. Red.:
Sehr geehrte Frau Suchomel,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung vermittelt selbst keine Ausbildungsplätze. Sie können sich aber beispielsweise an das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wenden. Das BIBB hat auf seiner Internetseite für viele Ausbildungsberufe sogenannte Ausbildungsprofile angelegt. Diesen Profilen können Sie auch entnehmen, welche Ausbildungsbetriebe grundsätzlich für einen bestimmten Beruf in Frage kommen. Bei solchen Betrieben können Sie sich dann initiativ bewerben. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, gemeldete Ausbildungsplätze online bei der Bundesagentur für Arbeit und bei den Kammern und Verbänden einzusehen:
- Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
- Lehrstellenbörsen der Industrie- und Handelskammern (IHK)
- Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern
- Ausbildungsplatzbörse des Bundesverbands der Freien Berufe (z. B. für eine Lehre in einer Arztpraxis, Apotheke oder Steuerberaterkanzlei)
Viele Betriebe schreiben ihre Ausbildungsplätze auch in den Stellenanzeigen in den örtlichen Zeitungen sowie im eigenen Internet-Angebot aus.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz,
Ihr Redaktionsteam von Aufstieg durch Bildung




