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Ausgezeichnete Projekte lehren Fremdsprachen mit Pfiff und Fokus auf den Job

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Ausgezeichnete Projekte lehren Fremdsprachen mit Pfiff und Fokus auf den Job

Mit Fremdsprachen läuft es im Beruf besser. Je früher und kreativer sie erlernt werden, desto sicherer ist der Einstieg in den Job. Die fünf innovativsten Projekte zum Lernen und Lehren von Sprachen zur Berufsvorbereitung sind deshalb Ende November vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit dem "Europäischen Sprachensiegel 2010" prämiert worden. Eines der Siegerteams lehrt zum Beispiel auf Shakespeares Spuren das Business-English der globalisierten Geschäftswelt von heute.

Das Licht geht aus, der Spot geht an. Die Zuschauer blicken erwartungsvoll auf die beleuchtete Bühne. Ein Klassiker steht auf dem Programm: Shakespeares ‚Macbiz’, besser bekannt als ‚Macbeth’, der im gnadenlosen Kampf um den schottischen Königsthron zum Tyrannen wird. Doch schon der erste Akt zeigt statt ländlicher Kulisse des 17. Jahrhunderts die Geschäftswelt von heute. "Predictions, Prognoses and Presentiments Ltd., Escheveria Crowfoot speaking", meldet sich eine von Macbeth’ weiblichen Beratern im reinsten Business-English am Telefon. Ein lehrreicher Abend für das Publikum, vor allem aber ein wegweisender Lern- und Lehrprozess für die Macher des mit dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichneten Theaterprojekts.

"Die Mischung aus Spannung, Spiel und Sprachenerwerb reizte mich an diesem Theaterprojekt, das den Studenten ein handlungsorientiertes, interaktives Lernen mit allen Sinnen ermöglicht", erläutert die promovierte Anglistin Stefanie Giebert von der Hochschule Reutlingen. Die Regisseurin des ‚Business English Theatre Project’ konnte letztes Jahr vierzehn Studenten aus sieben Nationen und den unterschiedlichsten Studienfächern für das ebenso originelle wie innovative Sprachexperiment gewinnen. "Quasi spielerisch haben die Studenten das moderne Business-English erlernt und am Ende größeres Selbstvertrauen in ihre eigene Sprachkompetenz und Vortragsfähigkeit gewonnen", bekräftigt Mitinitiatorin Karin Bukenberger vom International Office der Hochschule Reutlingen. "Das ‚Durchspielen’ von berufstypischen Situationen erweiterte auch das Wissen der Studenten um angemessenes Verhalten in spezifischen Geschäftssituationen", ergänzt Projektleiterin Giebert, das Feedback ihrer Studenten noch im Ohr.

Das Theaterprojekt "hat nicht nur meine Englischkenntnisse und meine interkulturellen Kompetenzen, sondern auch meine Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt verbessert", bestätigt die französische BWL-Studentin Anne Wackernie. Die originelle Idee wurde nun mit dem vom BMBF geförderten "Europäischen Sprachensiegel 2010" ausgezeichnet. Der Leiter der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD, Dr. Siegbert Wuttig, ist von dem Vorhaben begeistert und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden: "Mit ihrem ‚Skakespeare meets Business’-Projekt ermöglicht die Hochschule Reutlingen den Teilnehmern, fachsprachliche Kompetenzen auf originelle Weise zu erwerben und gleichzeitig einen Meilenstein europäischer Literaturgeschichte kennenzulernen."

"Dem Motto ‚Innovative Projekte zum Lehren und Lernen von Sprachen zur Berufsvorbereitung’ ist Macbiz voll und ganz gerecht geworden", lobte Dr. Thomas Vogel als Juryvorsitzender und Geschäftsführer des Sprachenzentrums an der Europa-Universität Viadrina die Reutlinger. Darüber hinaus wurden vier weitere Preisträger mit ähnlich innovativen Programmen und Konzepten bedacht. "Ihre Einsichten und Ideen mit anderen zu teilen, ist Verpflichtung" ergänzte Vogel und "eine der Grundvoraussetzungen für ein Zusammenwachsen der Menschen dieses Kontinents und für die Entstehung einer europäischen Identität." Also ‚Vorhang auf!’ für die Mehrsprachigkeit in ganz Europa.

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