Unsere Kids werden Forscher!


600.000 neugierige kleine Forscher in deutschen KindertagesstättenProjekte lehren Fremdsprachen mit Pfiff und Fokus auf den Job

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Unsere Kids werden Forscher!

Stiftung "Haus der kleinen Forscher" begeistert 600.000 Kinder für die Wissenschaft

Kinder früh auf sinnliche Entdeckungsreise schicken – die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ macht das für circa 15.000 Kindertagesstätten in der Republik möglich. Eine davon ist die Trilinguale Kita Magdeburg, die als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert ist. Durch Spaß an Experimenten wird die Wissbegierde der Kinder gefördert und der Grundstein für bessere Bildungschancen in den Naturwissenschaften gelegt.

Die Pipette schwebt zitternd über dem mit schwarzem Filzstift bemalten Papierkaffeefilter. Entschlossen drückt Emils kleine Hand zu. Ein Tropfen Wasser landet auf den schwarzen Kringeln. „Ooooh“, ruft der Sechsjährige begeistert. Seine braunen Augen verfolgen wie hypnotisiert, wie die schwarze Farbe plötzlich in Pink, Grün und Gelb zerläuft. „Oooooh“ erschallt es wie ein Echo rund um den Kindertisch. Inzwischen haben Marc, Sophie und die anderen Kinder auch entdeckt, dass in Schwarz drei andere Farben stecken. Sie lassen sich mit Wasser lösen und tanzen nun in bunten Mustern über die Kaffeefilter. Entdeckertag in der Trilingualen Kita Magdeburg: Einmal in der Woche holt die Erzieherin Silvia Moritz ihre „Schatzkiste“ hervor, einen Aktenkoffer prallvoll mit Experimenten für Kinder. Und die Kita wird zum „Haus der kleinen Forscher“.

Überall in der Republik werden dank der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ rund 600.000 Kinder zu kleinen Tüftlern und entwickeln Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene. Genau das ist das Ziel der 2006 von der Helmholtzgemeinschaft Deutscher Forschungszentren, McKinsey & Company, Siemens Stiftung und Dietmar Hopp Stiftung gegründeten Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird und unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan steht: Der kindliche Wissenshunger wird gefördert und somit Nachwuchs für naturwissenschaftliche Berufe gesichert. Die Mädchen und Jungen leben ihre Neugier beim Experimentieren aus, aber auch die Erzieherinnen profitieren: „Ich lerne selbst viel dazu und kann inzwischen besser auf die vielen Fragen der Kinder eingehen“, sagt Silvia Moritz. Die 48-Jährige ist in der Magdeburger Kita für die Initiative zuständig.

Die Kita besitzt das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ seit zwei Jahren, das verkündet auch die Plakette draußen am gelben Backsteinbau. Dafür hat Silvia Moritz 20 Experimente gemeinsam mit den Kindern umgesetzt. Regelmäßig besucht sie Fortbildungen, die von lokalen Netzwerken angeboten werden. Dort bekommt sie den neuen Koffer mit Experimenten, die sie unter Anleitung probiert. An diesem Morgen hat sie die drei- bis sechsjährigen Kinder ihrer Gruppe mit Fragen auf das Wasserexperiment vorbereitet. Die meisten wissen schon, dass es, wenn sie die Farben im Tuschkasten übereinander malen, schwarz aussieht. „Können wir das rückgängig machen?“, fragt die Erzieherin in die Runde. „Nein“, fast alle schütteln mit dem Kopf. Nur Emil wiegt seinen braunen Schopf hin und her, er hat eine Vermutung. „Wie denn?“, hakt Silvia Moritz nach. Er zuckt mit den Schultern und grinst. Nach dem Experiment weiß er, dass er richtig lag und kann es nun sogar erklären. Als seine Mutter ihn später abholen will, zerrt er sie zum Tisch: „Mama, ich muss dir unbedingt was zeigen“, ruft er, „schwarz ist gar nicht schwarz“. Mit ganzem Entdeckerstolz macht er das Experiment für sie noch einmal.

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